Torsten Renz: Geplante Kunstrasenregelung ist grobes Foul gegen Amateurfußball

22.07.2019

 

Medienberichten zufolge sieht eine Regelung der Europäischen Union vor, ab 2022 den Einsatz von Gummigranulat auf Fußballplätzen zu verbieten. Das Granulat verbessert die Spieleigenschaften des Platzes, seine umweltschädlichen Eigenschaften werden als Anlass für das Verbot angeführt.

Hierzu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion Torsten Renz, der im Ehrenamt Vorsitzender des Güstrower SC 09 ist:

„Gerade im Amateurbereich ist der Kunstrasenplatz beinahe der Normalfall. Ein striktes Verbot des Gummigranulats würde das Aus für den Spielbetrieb vieler kleiner Vereine bedeuten. Das kann aber nicht Sinn der Sache sein! Ich plädiere nicht nur für eine großzügige Übergangsfrist, wie sie auch Bundesinnenminister Seehofer gegenüber Umweltministerin Schulze ins Gespräch gebracht hat, ich erwarte auch, dass der Bund die Kosten für die Umstellung auf eine umweltfreundlichere Alternative trägt. Es kann nicht sein, dass der Amateurfußball mit der geplanten Neuregelung allein gelassen wird!

Mecklenburg-Vorpommern ist ein sportbegeistertes Land, zehntausende Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich. Ich erwarte von der Landessportministerin, dass sie sich der Sache zügig annimmt und die Interessen der Sportlerinnen und Sportler so wie der ehrenamtlich Engagierten zu wahren hilft. Allerspätestens nach der Sommerpause im Landtag bzw. im zuständigen Ausschuss erwarte ich einen Bericht über das Ergebnis ihrer Bemühungen.“