Torsten Renz: Kurzarbeitern in Mecklenburg-Vorpommern muss unter die Arme gegriffen werden

Geringverdienern helfen!

20.04.2020 | Schwerin

Infolge der Pandemie bekommen zahlreiche Arbeitnehmer derzeit Kurzarbeitergeld. Gerade bei Menschen, die wenig Geld verdienen, können die Lohneinbußen existenzbedrohende Wirkung haben. 

Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Torsten Renz: „Viele Arbeitnehmer geraten in dieser Krisensituation in eine wirtschaftliche Schieflage. Dadurch, dass viele Menschen bei uns in Branchen beschäftigt sind, in denen die Löhne ohnehin eher niedrig sind - etwa im Hotel- und Gaststättengewerbe - können die Lohneinbußen dramatische Folgen haben. Da diese Branchen zudem länger mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben werden, als andere Branchen, müssen wir politisch gegensteuern. Tun wir das nicht, laufen wir Gefahr, dass uns infolge des sich abzeichnenden finanziellen und sozialen Drucks die Fachkräfte abwandern - entweder in andere Branchen oder in andere Länder.

Die Pandemie ist eine Art Naturkatastrophe, die mitunter Lösungen erforderlich macht, zu denen man ordnungspolitisch sonst eher Distanz halten würde. Mecklenburg-Vorpommern kann es sich jedenfalls nicht leisten, dass Menschen in großer Zahl ohne jedes eigene Verschulden zu Sozialfällen werden.

Deswegen bin ich für eine befristete Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Hilfsweise brauchen wir wenigstens eine Art ‚Mindestkurzarbeitergeld‘ für diejenigen, deren Lohn ohnehin niedrig ist, und die jetzt ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken.“